Junge Auszubildende am Dakar Design Hub
 © Dakar Design Hub

Dakar Design Hub

Ein Ausbildungszentrum für
Design, Handwerk und Textilien

Projektdaten

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Herausforderungen im Textilsektor

Die Unternehmen der Textilindustrie nehmen einen wichtigen Platz in der senegalesischen Wirtschaft ein. Laut Nationaler Agentur für Statistik und Demografie repräsentieren sie rund elf Prozent der Unternehmen des Privatsektors. Doch sie erwirtschaften nur etwa über ein Prozent des Gesamtumsatzes aller Unternehmen des Landes. Die zum Großteil informellen Betriebe sind zudem meist sehr klein, weshalb sie Schwierigkeiten haben, den Bedürfnissen der immer anspruchsvolleren Kundschaft gerecht zu werden.

„Die Konfektions- und Bekleidungsunternehmen, in denen viele Frauen beschäftigt sind, haben einige Vorteile wie zum Beispiel die starke regionale Nachfrage nach ‘Made in Senegal‘“, erklärt Sophie Nzinga Sy, Leiterin der Vereinigung Women in Fashion. „Sie stehen jedoch vor zahlreichen Herausforderungen, darunter das Ausbildungsniveau der Arbeitnehmenden, die geringe Beschäftigungsfähigkeit von Frauen und Jugendlichen, der schwierige Zugang zu finanzieller Unterstützung und Ausrüstung, die geringen Managementfähigkeiten und die fehlende Einhaltung der für den Zugang zum internationalen Markt erforderlichen Standards. Darüber hinaus bestehen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen wie Baumwolle und hochwertigen Garnen.“

Trotz dieser Schwierigkeiten sieht die senegalesische Designerin ein großes Potenzial in der Mode- und Textilindustrie, um das Wirtschaftswachstum und die soziale Entwicklung auf dem Kontinent zu fördern. Mit Unterstützung von Invest for Jobs hat Women in Fashion den Dakar Design Hub aufgebaut, ein Ausbildungs- und Textildesignzentrum in Popenguine, etwa eine Stunde von der senegalesischen Hauptstadt Dakar entfernt.

Das Dakar Design Hub in Senegals Hauptstadt
© Dakar Design Hub

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Die afrikanischen Designer von morgen ausbilden

Der Dakar Design Hub (DDH) ist eine Initiative, die an der Wertschöpfungskette der senegalesischen Textilindustrie beteiligt ist – von der Förderung senegalesischer Baumwolle über den Verarbeitungsprozess bis hin zur Bereitstellung von fertigen Produkten für den lokalen und internationalen Markt. Das Zentrum unterstützt auch die Förderung von Wissen und Ausbildung in den Bereichen Handwerk und Mode. „Das Ziel des DDH ist es, die senegalesische Textil- und Designbranche zu reformieren, zu strukturieren, zu professionalisieren und zu dynamisieren, um sie auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu machen“, erklärt Sophie Nzinga Sy.

Der Dakar Design Hub umfasst mehrere Komponenten, darunter eine Designschule, eine Produktionsstätte zur Unterstützung junger Designerinnen und Designer, ein mobiles Trainingsprogramm, das Dienstleistungen in ganz Senegal und der Subregion anbieten soll sowie eine digitale Plattform, die den Hauptakteuren der Textil- und Baumwollindustrie Sichtbarkeit verleiht.

Nzinga Sys Vision ist es, die afrikanischen Designerinnen und Designer von morgen auszubilden, das Design-Ökosystem Senegals zu strukturieren und Frauen und junge Menschen durch innovative Dienstleistungen und ein solides Programm zur Begleitung und Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Zudem möchte sie die globale Positionierung Senegals im Designsektor verbessern und senegalesisches Know-how aufwerten und exportieren.

Mit Unterstütztung von Invest for Jobs will der Dakar Design Hub bis 2024 rund 300 junge Menschen ausbilden und 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Dafür hat Invest for Jobs das Zentrum in Form von Materialien wie Näh- und Stickmaschinen, bei der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Eröffnung des DDH und bei der Entwicklung von Lehrplänen für Schulungen und Workshops unterstützt.

Textilarbeit am Dakar Design Hub
© Dakar Design Hub

STATUS UND AUSBLICK

200 neue Arbeitsplätze im Textilsektor

Bereits vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie hat Invest for Jobs mit Women in Fashion zusammengearbeitet. So hat der Verein zu Beginn der Pandemie in Senegal rund 20.000 Gesichtsmasken und 1.000 Krankenhausbettlaken hergestellt. Die Masken wurden an bedürftige Familien verteilt und die Bettlaken an unterversorgte Krankenhäuser gespendet, die Covid-19-Patienten behandelten. Gleichzeitig konnten so rund 100 Arbeitsplätze im Textilsektor erhalten werden.

Der Dakar Design Hub in Popenguine wurde im November 2021 eröffnet. Seitdem konnten mit der Unterstützung von Invest for Jobs bereits 50 junge Designerinnen und Designer und Schneiderinnen und Schneider geschult werden. In diesem Rahmen lernten sie mehr über die Themen Unternehmertum, Mode und Kunsthandwerk sowie die Entwicklung ihrer eigenen Marke. Im Jahr 2022 werden weitere 120 Personen an mehrwöchigen Workshops und drei- bis sechsmonatigen Schulungen teilnehmen.

Der Verein Women in Fashion wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Senegal Popenguine

Projektziele

Arbeitsplätze schaffen Wertschöpfungskette stärken Senegal im Designsektor etablieren

Sektor

Textil

Ein Projekt mit

Kammern und Verbänden

Partner

Women in Fashion

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