Arbeitende Frau mit Mundschutz  © Emmanuel Hitimana

Partnerschaft mit Sosoma Industries Ltd.

Sicherstellung von Nahrungsmitteln und Arbeitsplätzen
während der Covid-19-Pandemie in Ruanda

Projektdaten

Ausgangslage und Herausforderungen 

Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen: Covid-19 gefährdet die Ernährungssicherheit Ruandas

In Ruanda lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und fast 20 Prozent der Haushalte des Landes sind von Ernährungsunsicherheit betroffen. Darüber hinaus ist chronische Unterernährung ein drängendes Problem, da fast vier von zehn Kindern im Alter zwischen 6 und 59 Monaten davon betroffen sind. Die anhaltende Covid-19-Pandemie verschärft diese Situation noch, auch wenn die ruandische Regierung besondere Anstrengungen unternimmt, um die Landwirtschaft am Laufen zu halten.

In Ruanda hängt die Ernährungssicherheit von der Produktion wichtiger Grundnahrungsmittel ab. Mais steht an dritter Stelle unter den Hauptanbauprodukten, da er einen großen Teil der ruandischen Anbaufläche einnimmt. Durch die Produktion und Verarbeitung von Mais liefert Sosoma Industries Ltd. sichere, hochwertige und nahrhafte Lebensmittel - genau das, was benötigt wird, um die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf die Ernährungssicherheit zu verringern.

Das gemeinsame Projekt von Sosoma Industries und Invest for Jobs zielt auf die Verbesserung der Ernährungssicherheit ab und soll zur Beseitigung von Unterernährung in der Region beitragen. Die Erleichterung der Produktion von nahrhaftem, sicherem, erschwinglichem und nachhaltigem angereichertem Maismehl - lokal als Kawunga bekannt - trägt dazu bei, den Nahrungsmittelbedarf einer ständig wachsenden Bevölkerung zu decken und den Auswirkungen von Covid-19, welches zu Lohneinbußen und Arbeitsplatzverlusten führte und die Ernährungssicherheit der Menschen gefährdete, entgegenzuwirken.

Gleichzeitig hilft das Projekt Sosoma Industries, dringend benötigte Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen und das Gemeinschaftseinkommen der Bauern und anderer an der Maislieferkette beteiligter Arbeitnehmer zu erhöhen.

Projektansatz und Projektziele

Angereichertes Maismehl: ein verbessertes Produkt, das Arbeitsplätze und Ernährungssicherheit bietet

Sosoma Industries erhält Unterstützung von Invest for Jobs, um ein angereichertes Maismehl zu etablieren, das den Nahrungsmittelbedarf der ruandischen Bevölkerung deckt, insbesondere während einer potenziellen Nahrungsmittelkrise, die durch die aktuelle COVID-19-Pandemie verursacht wird.

Zu diesem Zweck automatisiert das Unternehmen die wichtigsten Produktionsprozesse. Es wird neues Equipment wie eine dringend benötigte Trocknungsmaschine angeschafft. Neu eingestellte Mitarbeitende erhalten eine spezielle Schulung zur Bedienung der neuen Maschinen.

Die Landwirtinnen und Landwirte in den Partnerkooperativen von Sosoma Industries werden ebenfalls geschult. Zu den Themen gehören Getreideprobenahme, Sortiertechniken und Qualitätssicherung - alles, um die lokale Versorgungskette zu verbessern und die Landwirtinnen und Landwirte in die Lage zu versetzen, ihre Produktion von Mais und Sojabohnen zu steigern. Insgesamt werden die Landwirtinnen und Landwirte von ihrer Marktanbindung und einer Verringerung der Produktionsverluste profitieren: Künftig kann Sosoma Industries den geernteten Mais ohne zusätzliche Behandlung kaufen.

Am anderen Ende der Lieferkette wird Sosoma Industries 100 Handelsvertreter*innen in ganz Ruanda einstellen, die das produzierte Maismehl vertreiben. Bei der Einstellung werden Jugendliche, Frauen und erfahrenes Verkaufspersonal, das aufgrund von COVID-19 beschäftigungslos ist, bevorzugt.

Insgesamt helfen diese Maßnahmen dem Unternehmen, seine Produktionskosten zu senken, so dass es sein angereichertes Maismehl der ruandischen Landbevölkerung sowie bestehenden und neuen institutionellen Abnehmern wie Nichtregierungsorganisationen, Krankenhäusern, Schulen und Einzelhändlern (durch Ausbau und Stärkung der Verkaufsstellen) zu einem niedrigeren Preis anbieten kann.

Status und Ausblick

Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die zur langfristigen Ernährungssicherheit beitragen

Das Projekt zielt darauf ab, Sosoma Industries dabei zu unterstützen, während der Covid-19-Pandemie seine 68 derzeitigen Mitarbeitenden zu halten und 108 zusätzliche Arbeitsplätze im Unternehmen und in den Zulieferbetrieben zu schaffen. Das Projekt trägt auch zur Ernährungssicherheit in Ruanda bei, indem es die Versorgungskette für Maismehl verbessert: von der Schulung der Landwirte über die Automatisierung der Produktionsprozesse bis hin zur Ausweitung des Vertriebs des Endprodukts in entlegene Gebiete Ruandas.

Das Projekt befindet sich derzeit in der Umsetzung. Es wurden neue Maschinen beschafft, und die neu eingestellten Mitarbeitenden haben mit ihrer Ausbildung begonnen. Als Nächstes wird Sosoma Industries Handelsvertreterinnen und -vertreter einstellen und ausbilden sowie die Schulung der Landwirtinnen und Landwirte organisieren.


Dieses Projekt wird von Sosoma Industries Ltd. zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt und von Invest for Jobs des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Ruanda Kigali

Projektziele

Erhalt von Arbeitsplätzen Schaffung von Arbeitsplätzen Ernährungssicherheit

Sektor

Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Ein Projekt mit

Unternehmen

Partner

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