Dara's Ice Cream Ägypten

Ägypten: Speiseeis aus natürlichen Zutaten

Dara’s Ice Cream expandiert und
eröffnet mehr als 50 neue Eissalons

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Die Nachfrage nach Speiseeis steigt. Anbieter müssen importieren.

In Ägypten steigt die Nachfrage nach Speiseeis und gefrorenen Nachspeisen von Jahr zu Jahr. Marktstudien prognostizieren einen Anstieg der Verkaufserlöse von 400 Mio. Euro im Jahr 2021 auf rund 650 Mio. Euro im Jahr 2026. Aktuell wird der Markt beherrscht von großen Anbietern wie Nestlé, Froneri und anderen international tätigen Firmen.

Lokale Marken mit eigener Eisfabrikation und eigenen Eissalons sind selten und haben im Vergleich zu den großen Anbietern von abgepacktem oder importiertem Eis nur geringe Marktanteile. Fast alle Hersteller von portioniertem Speiseeis oder abgepacktem Eis für den Verzehr zuhause arbeiten mit importieren und teils künstlichen Aromastoffen, die vor allem aus Italien kommen. Auch bei der Verpackung ihrer Produkte sind sie auf den Import von Schalen und Bechern angewiesen.

Klassische Eissalons mit Eis aus eigener Fabrikation kommen in Ägypten nur auf einen Marktanteil von rund drei Prozent. Unser Partnerunternehmen Dutch Ice Cream gehört zu ihnen.

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Eiscreme aus natürlichen Zutaten

Dutch Ice Cream wurde 2017 von Dara Ghosheh und ihrem Ehemann Ahmed Khalil gegründet. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte unter dem Markennamen "Dara's Ice Cream". In den ersten 5 Jahren seit der Gründung hat das Unternehmen bereits acht Eissalons in Kairo und an der Mittelmeerküste eröffnet. Das Eis kommt ausschließlich aus eigener Fabrikation. Die Zutaten wie Milch, Butter, Nüsse und Obst werden von lokalen Herstellern bezogen, künstliche Aromen werden nicht verwendet. Auch lokale Zulieferer von Verpackungsmaterial konnten gemeinsam mit dem Eishersteller wachsen.

Dara’s Ice Cream hat sich mittlerweile zu einer gut eingeführten Marke im Premium-Segment entwickelt und möchte jetzt expandieren. Die vor Jahren eingerichtete Eismanufaktur bei Kairo ist inzwischen viel zu klein und muss dringend erweitert werden. Wo jetzt noch viele Tätigkeiten per Hand verrichtet werden, sollen künftig moderne Maschinen zum Einsatz kommen. Ziel ist es, die Produktion innerhalb von drei Jahren von aktuell 268 Tonnen auf 2.000 Tonnen Eis und Gebäck pro Jahr zu steigern. Langfristig sollen bis zu 4.100 Tonnen produziert werden. Die Markenidentität eines lokal verwurzelten Unternehmens, das Süßspeisen ohne künstliche Zusatzstoffe produziert, soll dabei erhalten bleiben.

Damit die Expansion gelingt, sollen 21 neue unternehmenseigene Eissalons eröffnet werden und 35 weitere im Rahmen eines Franchise-Modells. Dara’s Ice Cream soll dadurch in weiteren Städten des Landes und auch in großen Einkaufszentren präsent sein. Zusätzlich werden neue Vertriebswege wie Supermärkte, Hotels und Restaurants erschlossen. Auch zukünftige Exportmöglichkeiten für die hergestellten Eiszutaten werden geprüft.

STATUS UND AUSBLICK

Die Expansion schafft Arbeitsplätze in Produktion und Vertrieb

Im Rahmen der geplanten Expansion wird das Unternehmen innerhalb von drei Jahren 345 zusätzliche Stellen in der Produktion und im Vertrieb schaffen. Ein Drittel der neu eingestellten Personen sollen Frauen sein. Möglich wird dies unter anderem dadurch, dass im Rahmen des Investitionsprojektes auch getrennte Umkleideräume für Männer und Frauen entstehen werden – eine wesentliche Voraussetzung für die Einstellung von Frauen in der Produktion. Beim Franchisenehmer werden weitere 350 Jobs entstehen.

Auch die Arbeitsbedingungen der 108 schon jetzt bei Dutch Ice Cream angestellten Personen werden sich durch die Modernisierungsmaßnahmen verbessern. Sie erhalten zusätzliche Sozialleistungen, und das Unternehmen kann ihnen einen Busservice zum Fabrikstandort anbieten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion werden an Trainingsmaßnahmen teilnehmen, um den Umgang mit den neuen Maschinen zu erlernen. Auch die Ökobilanz soll stimmen: Die neuen Eismaschinen sind wesentlich energieeffizienter und verbrauchen weniger Wasser. Die höhere Produktionsmenge wird den Einkauf von Milch in Stahltanks statt in abgepackter Form ermöglichen, was den Verpackungsmüll stark reduziert.

Das Unternehmen plant Investitionen von insgesamt 12,95 Mio. Euro. Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung GmbH gewährt einen Zuschuss in Höhe von 5,55 Mio. Euro (43 %). Aus dem Zuschuss der Fazilität werden unter anderem der Bau von Kühlräumen, neue elektrische Anlagen und die Anschaffung von Maschinen finanziert. Außerdem werden aus diesen Mitteln ein Gabelstapler und vier Kühltransporter beschafft, mit denen das Speiseeis an Supermärkte und Eissalons ausgeliefert werden kann.

Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung (IFB) GmbH der KfW Entwicklungsbank ist Teil der Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit Hilfe ihrer Förderung beseitigt sie Hürden für die Schaffung von zusätzlichen und besseren Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft in den afrikanischen Partnerländern.

Projektdaten

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Ägypten Kairo und Gizeh

Projektziele

Neue Arbeitsplätze

Sektor

Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Ein Projekt mit

Unternehmen

Partner

Dutch Ice Cream Ltd.

Kontakt

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Unter der Marke Invest for Jobs hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Reihe von Angeboten gebündelt, um deutsche, europäische und afrikanische Unternehmen bei ihrem beschäftigungswirksamen Engagement in Afrika zu unterstützen. Die Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ – so der offizielle Titel – bietet umfassende Beratung, Kontakte und finanzielle Unterstützung zur Beseitigung von Investitionshemmnissen. Das entwicklungspolitische Ziel ist es, gemeinsam mit Unternehmen bis zu 100.000 gute Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitsbedingungen sowie die soziale Absicherung in den afrikanischen Partnerländern zu verbessern.

Partnerländer: Ägypten, Äthiopien, Côte d’Ivoire, Ghana, Marokko, Ruanda, Senegal und Tunesien.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen für Unternehmen, Hochschulen, Kammern und Verbände: https://invest-for-jobs.com/leistungen

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