Auszubildende in Baraka erlernen in einer Werkstatt handwerkliche Fertigkeiten  © YOU Foundation/Amadou Alpha Ba

Ausbildungsprogramm Baraka

Jobs und besseres Einkommen
für Handwerkerinnen und Handwerker aus Baraka

Projektdaten

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Informalität und Unsicherheit

„Vorher bestand Baraka nur aus Baracken ohne Wasser und Strom, die Ärmsten illegal besetzt hatten, wodurch sie in ständiger Unsicherheit lebten“, erklärt Amadou Alpha Ba, Projektkoordinator der deutschen YOU Stiftung in Dakar. „Die meisten Bewohner sind Kriegflüchtlinge aus Guinea und Personen der Ethnie Sérère, die vor der Dürre geflohen sind. Einige kommen auch aus Ghana, Benin und Togo“, fügt Anna Gueye, Vertreterin der österreichischen Nichtregierungsorganisation HOPE’87 Senegal hinzu. „Die Menschen haben Schwierigkeiten sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, selbst 1.000 Francs (1,50 Euro) am Tag zu verdienen ist nicht einfach.“

Um die Lebensqualität der 210 Haushalte in Baraka zu verbessern und den Menschen eine nachhaltige Zukunft zu sichern, wandelt die YOU Stiftung das Slum in einen modernen Stadtteil um, baut Häuser und Infrastruktur auf und verbessert die Gesundheitsversorgung, Bildung und Ausbildung der Menschen.

Die Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung unterstützt das Projekt durch ein Ausbildungsprogramm für 28 Berufe, das die Menschen aus der Informalität holen und nachhaltige Kleinunternehmen aufbauen soll. Konkret werden berufsbegleitende Schulungen durchgeführt und nach und nach Arbeitsstätten ausgestattet. Ziel ist es, durch die Ausbildung Unternehmertum zu fördern und Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen, technische und berufliche Fähigkeiten durch spezifische Schulungen zu verbessern und die handwerkliche Qualitätsproduktion durch die Verbesserung des Ausrüstungsniveaus zu fördern.

YOU Foundation/Amadou Alpha Ba
YOU Foundation/Amadou Alpha Ba

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Schulungen in fast 30 Berufen

Im Mai 2021 haben die ersten Trainings in Kooperation mit dem senegalesischen Ministerium für Arbeit, Berufsausbildung und Berufsintegration und drei Berufsschulen in Dakar begonnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Baraka konnten im Voraus aus verschiedenen Handwerken auswählen. Angeboten wurden unter anderem Schneiderei, Metall- und Holzschreinerei, Elektrik, Bau, Schalung, Maler-Handwerk, Verarbeitung von lokalen und Fischereiprodukten, Friseur-Handwerk, Reinigung und neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Je nach Thema dauern die Schulungen zwei bis sechs Monate und finden auf Wolof, Puular und Französisch statt – abhängig vom Bildungsniveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das von Analphabeten bis zu Studierten reicht. Im Anschluss an die Schulungen erhalten die Handwerkerinnen und Handwerker technische Materialien wie Waschmaschinen, Computer, Nähmaschinen und Baumaschinen, die die Aufnahme einkommensschaffender Aktivitäten ermöglichen.

Durch die Unterstützung von Invest for Jobs sollen insgesamt in Baraka rund 500 Personen geschult sowie rund 350 Arbeitsplätze geschaffen werden.

YOU Foundation/Amadou Alpha Ba

STATUS UND AUSBLICK

Von einem Barackendorf zu einem Ort für Handwerk

Bisher wurden mehr als 50 Personen in verschiedenen Handwerken wie Schreinerei, Elektrik und Bau geschult. Die von Invest for Jobs finanzierte und teilweise in Deutschland angeschaffte Ausrüstung ist in Baraka angekommen und wird im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Schulungen verteilt werden. „Die Materialien werden jeweils Gruppe von Personen eines bestimmten Berufs zur Verfügung gestellt, damit sich diese zu wirtschaftlichen Interessenvereinigungen und kleinen oder mittleren Unternehmen zusammenschließen können“, erklärt Amadou Alpha Ba.

Langfristig ist geplant, die verschiedenen Berufsgruppen in einem Einkaufszentrum im Viertel unterzubringen und Baraka als Ort für qualitativ hochwertiges Handwerk bekannt zu machen. So soll sich das Projekt auch positiv auf das Image des Ortes auswirken, erklärt Anna Gueye. Weg von der Vorstellung eines Slums, hin zu „Dankbarkeit und Anerkennung“, was Baraka auf Mandingue und Pulaar bedeutet. Somit können das neue Viertel und die Familien eine nachhaltige Zukunft in Würde führen.


Das Projekt in Baraka wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Senegal Dakar

Projektziele

Arbeitsplätze schaffen Technische Fähigkeiten verbessern Arbeitsstätten ausstatten

Sektor

Sonstige

Ein Projekt mit

NGOs

Partner

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