Ghabbour Ausbildungsräume in Ägypten

Trainingsprogramm für Kfz-Mechaniker und Mechanikerinnen

Die Elektromobilität
führt zu neuen Jobprofilen

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Auch in Ägypten gibt es einen Trend zu E-Autos, sparsameren LKW und umweltfreundlichen Lackierverfahren

Ägyptische Städte und insbesondere der Ballungsraum Kairo leiden unter massivem Autoverkehr. Mit der wachsenden Bevölkerung nimmt auch die Zahl der Fahrzeuge ständig zu. Die schlechte Luftqualität belastet die Gesundheit, und der CO2-Ausstoß wächst. Doch auch in Ägypten entwickelt sich ein Markt für Elektroautos, und die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen mit effizienteren Verbrennungsmotoren steigt. Die Regierung fördert die Ansiedlung von E-Auto-Herstellern und hat begonnen, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Schon bald sollen die ersten in Ägypten montierten E-Autos auf den Straßen des Landes unterwegs sein.

Die Wende bei den Antriebstechniken und die Notwendigkeit zu umweltschonenderen Produktionsformen führen zu ganz neuen Anforderungen an Kraftfahrzeugmechaniker und -mechanikerinnen. Die bislang in den gängigen Ausbildungen vermittelten Inhalte qualifizieren angehende Mechaniker und Mechanikerinnen nur unzureichend für die Wartung und Reparatur von E-Autos. Dies bremst die Mobilitätswende und verhindert Investitionen in neue Technologien. Außerdem arbeiten viele Lackierereien mit veralteten Techniken und stoßen so unnötig viele Schadstoffe aus. Moderne Arbeitsabläufe könnten die Belastungen für die Umwelt und die Arbeiterinnen und Arbeiter deutlich reduzieren, aber auch dafür bedarf es entsprechend aus- und weitergebildeter Fachkräfte.

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Trainings für die Jobs von morgen 

Die Ghabbour Auto Group ist einer der wichtigsten Player der ägyptischen Automobilindustrie. Sie ist aus einem vor über 60 Jahren gegründeten Familienunternehmen hervorgegangen. Heute zählen zu ihren Aktivitäten der Import und Export von Fahrzeugen, die Montage und der Verkauf von Pkw, Nutzfahrzeugen und Motorrädern sowie der Handel mit Ersatzteilen. 

Um die Mobilitätswende mitzugestalten, möchte die Ghabbour Auto Group ihre Mitarbeitenden sowie neue Fachkräfte in der Wartung von E-Autos und modernen Nutzfahrzeugen schulen. Außerdem sollen in Zukunft stärker als zuvor umweltschonende Lackiertechniken eingesetzt werden. Dazu wird ein neues Ausbildungsprogramm entwickelt. 

Die beiden an diesem Projekt beteiligten Konsortialpartner Ghabbour Foundation for Development und ITAMCO sind eng mit der Ghabbour Auto Group verbunden. Die Ghabbour Foundation entwickelt Berufsbildungsprogramme im Automobilsektor, die sich eng an den Bedürfnissen des ägyptischen Arbeitsmarkts orientieren und arbeitet dazu mit internationalen Unternehmen zusammen. ITAMCO ist ein Unternehmen, das auf den Import und Handel mit Pkw, Motorrädern und Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. 

Das Konsortium hat sich mit dem Projekt eines Ausbildungsprogramms für die Wartung von E-Autos und Nutzfahrzeugen sowie zu modernen Lackiertechniken erfolgreich um einen Zuschuss der Fazilität Investitionen für Beschäftigung beworben. Davonsollen sowohl die Unternehmen der Ghabbour Auto Group als auch der gesamten Mobilitätssektor Ägyptens profitieren. 

Das umfassende Fortbildungsprogramm soll an zwei staatlichen Berufsschulen in Kairo und an einer bestehenden Trainingsakademie von ITAMCO durchgeführt werden. Dazu werden innerhalb der Investitionsphase von drei Jahren eigene High-Tech-Lehrwerkstätten eingerichtet. Durch die enge Anbindung an die Automobilindustrie und duale Ausbildungselemente wird sichergestellt, dass die Qualifikationen dem Bedarf der künftigen Arbeitgeber entsprechen.

STATUS UND AUSBLICK

500 neue Jobs sollen entstehen 

An den Trainings sollen junge Menschen, die an einer der Berufsschulen der Ghabbour Foundation studieren, sowie bereits berufstätige Ingenieurinnen und Ingenieure und Mechanikerinnen und Mechaniker teilnehmen. Innerhalb von drei Jahren sollen über 700 Personen die Trainings durchlaufen. Von den Absolventinnen und Absolventen wird die Ghabbour Auto Group 100 übernehmen, davon etwa ein Viertel Frauen, und 375 weitere Personen sollen planmäßig eine Anstellung bei anderen Firmen der Kfz-Branche erhalten. Das Konsortium hat zugesagt, zusätzlich 25 Trainerinnen und Trainer zu qualifizieren und anzustellen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungen, die sich bereits in einem Anstellungsverhältnis befinden, sollen nach Abschluss ihrer Fortbildung von verbesserten Arbeitsbedingungen profitieren, da sie sich für höher bezahlte Tätigkeiten qualifiziert haben und außerdem den Umgang mit Lackiertechniken erlernt haben, die weniger gesundheitsgefährdend sind. 

Insgesamt plant das Konsortium Investitionen von 1,34 Mio. Euro. Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung GmbH gewährt einen Zuschuss in Höhe von 1 Mio. Euro (75 %). Aus den IFB-Mitteln werden ein Teil der Baukosten, die Ausstattung der Lehrwerkstätten, Sicherheitsausstattung und ein vom Autohersteller Hyundai durchgeführtes Training of Trainers zur Wartung von E-Autos finanziert. So sollen neue Jobs in einer Zukunftsbranche entstehen. 


Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung (IFB) GmbH der KfW Entwicklungsbank ist Teil der Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit Hilfe ihrer Förderung beseitigt sie Hürden für die Schaffung von zusätzlichen und besseren Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft in den afrikanischen Partnerländern. 

Projektdaten

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Ägypten Cairo and Giza

Projektziele

Neue Arbeitsplätze Mobilitätswende

Sektor

Mobilität

Ein Projekt mit

Unternehmen

Partner

Ghabbour Foundation for Development International Trade, Agencies and Marketing Corporation S.A.E (ITAMCO)

Kontakt

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Unter der Marke Invest for Jobs hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Reihe von Angeboten gebündelt, um deutsche, europäische und afrikanische Unternehmen bei ihrem beschäftigungswirksamen Engagement in Afrika zu unterstützen. Die Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ – so der offizielle Titel – bietet umfassende Beratung, Kontakte und finanzielle Unterstützung zur Beseitigung von Investitionshemmnissen. Das entwicklungspolitische Ziel ist es, gemeinsam mit Unternehmen bis zu 100.000 gute Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitsbedingungen sowie die soziale Absicherung in den afrikanischen Partnerländern zu verbessern.

Partnerländer: Ägypten, Äthiopien, Côte d’Ivoire, Ghana, Marokko, Ruanda, Senegal und Tunesien.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen für Unternehmen, Hochschulen, Kammern und Verbände: https://invest-for-jobs.com/leistungen

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