Handwerkerin arbeitet mit einer Zange  © KfW-Bildarchiv, Rendel Freude
12.03.2021

Die Fazilität "Investitionen für Beschäftigung" in Ruanda

Der Beginn der ersten Wettbewerbsrunde in Ruanda wurde vom 1. April auf den 3. Mai verschoben.

Die Fazilität "Investitionen für Beschäftigung" zielt darauf ab, den ruandischen Arbeitsmarkt durch Kofinanzierung von Projekten mit hoher Arbeitsplatzschaffung zu unterstützen. Die erste Wettbewerbsrunde in Ruanda startet am 3. Mai 2021.

Die regionale Fazilität ist ein Investitionsmechanismus für Beschäftigung, der wettbewerbsorientierte Zuschüsse zur Kofinanzierung öffentlicher oder privater Projekte in acht Partnerländern in Afrika, darunter Ruanda, bereitstellt.

Die Fazilität ist Teil der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Sonderinitiative, die unter der Marke Invest for Jobs auftritt, zielt darauf ab, gute Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und die Arbeitsbedingungen in den Partnerländern in Afrika zu verbessern: Äthiopien, Côte d'Ivoire, Ghana, Marokko, Ruanda, Senegal, Tunesien und Ägypten (in Vorbereitung).

Ziel von "Investitionen für Beschäftigung" ist die Schaffung nachhaltiger Beschäftigungsmöglichkeiten in den Partnerländern. Dies geschieht, indem die Fazilität Zuschüsse als Kofinanzierung neuer Investitionsprojekte mit hoher Arbeitsbeschaffungswirkung anbietet.

Die erste Wettbewerbsrunde in Ruanda, die am 3. Mai 2021 um 17 Uhr MEZ veröffentlicht wird, sieht Bewerbungen für vier Arten von Projekten vor:

  1. Öffentliche Infrastruktur zur Schaffung von Arbeitsplätzen – nicht gewinnorientiert (deckt bis zu 90 % der Kosten)
  2. Öffentliche Dienstleistungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen – nicht gewinnorientiert (deckt bis zu 75 % der Kosten)
  3. Projekte, welche die direkte Schaffung von Arbeitsplätzen fördern, deren Nutzen und Auswirkungen breiter angelegt sind als nur für die Projekteigentümer – gewinnorientiert (deckt bis zu 50 % der Kosten)
  4. Projekte, welche die direkte Schaffung von Arbeitsplätzen durch Unternehmen fördern – gewinnorientiert (deckt bis zu 25 % der Kosten).

„Grüne Wirtschaft“ ist ein Schwerpunktthema dieser Wettbewerbsrunde

Ruandas Politik im Bereich der Grünen Wirtschaft ist in der Green Growth and Climate Resilience Strategy (GGCRS) festgehalten. Ziel der Strategie ist es, in Ruanda ein öffentliches Bewusstsein für die Transformation hin zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Wirtschaftsform zu schaffen. Die Fazilität trägt zur Umsetzung der dieser Strategie bei und fordert Unternehmen sowie öffentliche Stellen dazu auf, Projektvorschläge einzureichen, die nachhaltig zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und zugleich helfen, Treibhausgasemissionen und Umweltverschmutzung zu reduzieren, Energie- und Rohstoffeffizienz zu steigern, oder den Verlust von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen zu verhindern.

Die Zuschüsse der Fazilität "Investitionen für Beschäftigung" liegen zwischen 1 Mio. und 10 Mio. Euro pro Projekt. Antragsteller sind verpflichtet, Eigenmittel beizutragen, um eine Projektfinanzierung zu erhalten.

Die Fazilität lädt Unternehmen und andere interessierte Organisationen ein, ob öffentlich oder privat, Projektvorschläge einzureichen, sobald die Wettbewerbsrunde am 3. Mai 2021 um 17 Uhr MEZ startet.

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