Bei Ibercotton in Äthiopien  © Ibercotton

Äthiopisches Textilunternehmen erschließt neue Märkte

Von Debre Birhan nach Nordamerika:
Wettbewerbsvorteil nutzen

Projektdaten

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Keine Importzölle für Textilien aus Äthiopien

Das Unternehmen Ibercotton S.A. wurde 1986 in Spanien gegründet und hat mittlerweile Tochtergesellschaften in Kambodscha, Bulgarien und Äthiopien. In Äthiopien betreibt Ibercotton die EK Ethiopia Knitted Manufacturing PLC in Debre Birhan mit derzeit 400 Angestellten. Sie wurde 2019 gegründet und produziert Pullover, Sweatshirts, Jacken und andere Kleidungsstücke für Männer, Frauen und Kinder. Das Unternehmen ist eines der wichtigsten Textilunternehmendes Landes. Die hergestellten Produkte sind bisher vor allem für den Export in Länder der Europäischen Union bestimmt. Ibercotton plant nun, von Debre Birhan aus verstärkt auch Abnehmer in den USA sowie in Kanada zu beliefern, denn Textilprodukte aus Äthiopien sind dort von Importzöllen befreit. Diesen Wettbewerbsvorteil möchten Ibercotton und die Tochtergesellschaft EK Ethiopia Knitted Manufacturing PLC nutzen.

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Zusätzliche Maschinen und gut ausgebildete Angestellte

Ibercotton plant dafür die Produktionskapazitäten am Standort Debre Birhan stark auszuweiten und dazu in den Maschinenpark sowie in die Ausbildung zusätzlichen Personals zu investieren. Zudem soll die Textilfabrik gefördert durch die Fazilität Investitionen für Beschäftigung GmbH auf 11.000 m2 erweitert werden. Im Rahmen der geförderten Maßnahmen werden neue Maschinen für Strickerei, Näherei und Konfektionierung angeschafft. Garne und andere Rohstoffe werden importiert, beispielsweise von der Tochtergesellschaft in Kambodscha.

Zentral für die Ausweitung der Produktion ist darüber hinaus die Qualifikation der neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierzu geht Ibercotton eine Partnerschaft mit dem Berufsbildungszentrum von Debre Birhan ein. Dort wird das neue Personal mit einem dualen Qualifizierungsangebot für die anstehenden Tätigkeiten im Betrieb geschult.

Mitarbeiterinnen bei Ibercotton
© Ibercotton // Mitarbeiterinnen bei Ibercotton

STATUS UND AUSBLICK

Erhöhte Produktion und bis zu 1.600 neue Arbeitsplätze

Die neuen Maschinen sollen es erlauben, die Produktion von aktuell 500.000 auf 2,5 Millionen Bekleidungsstücke pro Jahr zu erhöhen. Ibercotton prognostiziert, dass die Ausweitung der Produktion zur Schaffung von 1.600 zusätzlichen Arbeitsplätzen am Standort Debre Birhan führen wird. Etwa drei Viertel der neu eingestellten Personen werden voraussichtlich Frauen sein. Darüber hinaus sollen die geplanten Trainingsmaßnahmen zur Stärkung der äthiopischen Textilwirtschaft beitragen und zur Ansiedlung weiterer Unternehmen führen.

Ibercotton selbst plant Investitionen in Maschinen und Ausbildungsmaßnahmen von insgesamt 6,41 Mio. Euro. Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung GmbH gewährt einen Zuschuss in Höhe von 1,5 Mio. Euro (23 Prozent).

Die Fazilität Investitionen für Beschäftigung (IFB) GmbH der KfW Entwicklungsbank ist Teil der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit Hilfe ihrer Förderung beseitigt sie Hürden für die Schaffung von zusätzlichen und besseren Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft.

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Äthiopien Debre Birhan

Projektziele

Neue Arbeitsplätze Fortbildungsmaßnahmen

Sektor

Textil

Ein Projekt mit

Unternehmen

Partner

Ibercotton S.A.

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