Special Economic Zone Ruanda

Förderung von Sonderwirtschaftszonen in Ruanda

Ein Wirtschaftskatalysator:
Die Sonderwirtschaftszone Kigali

AUSGANGSLAGE UND HERAUSFORDERUNGEN

Förderung von Unternehmen in der Sonderwirtschaftszone Kigali

2008 begann in Kigali, Ruanda die Entstehung der ersten großen Sonderwirtschaftszone (SWZ). Seitdem hat die Kigali Sonderwirtschaftszone (KSEZ) mehr als 150 Unternehmen angezogen, die von Akteuren in der Produktion und Verarbeitung bis zu Dienstleistern und Großhändlern reichen. Die KSEZ wurde konzipiert, um Entwicklungshemmnisse des Privatsektors wie den Zugang zu Gewerbeflächen oder Märkten, Energiekosten, begrenzte Verkehrsverbindungen oder die unzureichende Verfügbarkeit von Fachkräften zu lösen. Aufgrund der Nähe der Unternehmen und ihrer geteilten Geschäftsbedürfnisse in einer SWZ können branchenrelevante Angebote ausgebaut werden, um diese Einschränkungen kosteneffizient zu beheben. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds ziehen Investitionen an, häufig in land- und arbeitsintensiven Sektoren und fördern so das Wachstum der Industrie.

Neben den allgemeinen Vorteilen einer Sonderwirtschaftszone profitieren die Unternehmen in der KSEZ außerdem vom strategischen Zugang zu den benachbarten Märkten in der ost- und zentralafrikanischen Region, einschließlich Tansania, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo.

Im Jahr 2021 entwickelte Invest for Jobs ein Geschäftsmodell zur Förderung der Zukunftsfähigkeit der KSEZ, damit der Park die Beschäftigungsmöglichkeiten in Ruanda verbessern und erhöhen kann. Eine Befragung der 120 Unternehmen, die 2021 in der SWZ angesiedelt waren, lieferte den nötigen Einblick in ihre Bedürfnisse, um mit der Planung von Dienstleistungen und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau zu beginnen. Der Erfolg des neuen Geschäftsmodells hängt nun von der effektiven Umsetzung seiner grundlegenden Elemente ab.

PROJEKTANSATZ UND PROJEKTZIELE

Fahrplan zur operativen Zukunftsfähigkeit

Invest for Jobs unterstützt die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells mit Beratung und fachlicher Hilfe durch Expertinnen und Experten. Ein Schlüssel dazu ist die Partnerschaft mit dem Rwandan Development Board (RDB). Als ein Akteur, der Investitionen in Ruanda fördert, hat das RDB die Rolle der öffentlichen Regulierungsbehörde für Sonderwirtschaftszonen im Land. Invest for Jobs unterstützt das RDB bei der Verbesserung der Betriebsverfahren, indem es Vorschläge zur Änderung und Durchsetzung der Richtlinien und Vorschriften für Sonderwirtschaftszonen unterbreitet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Betreiber der Parks den Investoren die wesentlichen Wartungs- und andere Dienstleistungen anbieten.

Gemeinsam mit dem Parkbetreiber Prime Economic Zone (PEZ) unterstützt Invest for Jobs die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells des Parks vor Ort. Die Entwicklung eines bedarfsgerechten Dienstleistungsportfolios für Investoren, einschließlich Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Einrichtung eines parkweiten Busverkehrs, ist der erste Schritt. Dies soll zu einem fortlaufendem Optimierungsprozess des gesamten Dienstleistungsportfolios führen.

Das parkweite Bussystem soll eingerichtet werden, um den Transport der mehr als 15.000 Beschäftigten innerhalb des KSEZ zu vereinfachen. Bislang legen die Beschäftigten regelmäßig weite Strecken durch den Park zurück, um zur Arbeit zu kommen. Das Bussystem befindet sich derzeit in der Planungsphase und soll im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden.

Auch eine neue Customer-Relationship-Management Strategie wurde eingeführt. Im Kern beschreibt sie, dass die KSEZ strategisch auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden eingehen soll. Sie sieht die Einführung einer Online-Plattform vor, die den direkten Austausch zwischen den Unternehmen im Park ermöglicht, sowie die Einführung eines Parkrates. Beides zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen der Parkverwaltung und den Unternehmen vor Ort zu verbessern. Die Plattform wird als Austauschmedium dienen, über das die Mietenden miteinander in Kontakt treten können. Der Parkrat wird aus sieben Vertreterinnen und Vertretern der Mietparteien des Parks zusammengesetzt werden, die ihre Interessen gegenüber den Stakeholdern vertreten werden.

STATUS UND AUSBLICK

Beteiligung von Interessenvertretern zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Investitionsumfelds

Die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells des Gewerbeparks und der beschriebenen Aktivitäten wird bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Während des Umsetzungsprozesses bindet Invest for Jobs regelmäßig öffentliche Partnerinnen und Partner und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger ein, um ein Höchstmaß an Akzeptanz und Unterstützung zu gewährleisten. Ab Januar 2024 werden in regelmäßigen Parkratssitzungen private Investorinnen und Investoren, mietende Unternehmen, das Parkmanagement sowie Vertreterinnen und Vertreter von RDB zusammenkommen. Dies schafft Vertrauen und Fortschritte beim Aufbau eines nachhaltigen Umfelds, um weitere Investitionen anzuziehen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu fördern und nachhaltige Arbeitsplätze für die Menschen in Ruanda zu schaffen.

Die Zukunft der industriellen Entwicklung Ruandas hängt davon ab, ob es gelingt, internationale Investoren zufrieden zu stellen und anzuziehen. Sonderwirtschaftszonen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verwirklichung dieses ehrgeizigen Ziels. Die erfolgreiche Projektumsetzung und die in Kigali angebotenen Dienstleistungen können als Best Practice für künftige Industrieparks dienen und die industrielle Entwicklung im ganzen Land fördern.

Dieses Projekt zur Förderung von Sonderwirtschaftszonen in Ruanda wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen von Invest for Jobs im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Projektdaten

Projektstatus

Durchführung

Projektstandorte


Ruanda Kigali

Projektziele

Neue Arbeitsplätze Nachhaltige Wirtschaftscluster

Sektor

Sonstige

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