Frau des ODC - Orange Digital Center - spricht in einer Programmierschule  © GIZ/ Mulugeta Gebrekidan
09.03.2021

Digitale Kompetenz und Unterstützung für den Tech-Nachwuchs

Tech-Fähigkeiten eröffnen Job-Perspektiven

Ausbildung in Zukunftstechnologien: Orange Digital Center in Afrika und dem Nahen Osten vermitteln jungen Menschen praxisnah Digital-Kompetenzen. Mit der Eröffnung des Orange Digital Center in Äthiopien hat sich die Initiative wieder um ein Land erweitert.

„Das Orange Digital Center unterstützt Äthiopiens digitale Transformation und schafft gleichzeitig lokale Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen. Das zeigt Deutschlands und Europas Engagement, weltweit eine inklusive und menschenzentrierte Digitalisierung zu fördern”, sagt der deutsche Botschafter Stephan Auer anlässlich der Eröffnung des Zentrums in Äthiopien. Es ist das Dritte seiner Art – in Tunesien und im Senegal gibt es bereits Orange Digital Center. Bis Ende 2021 werden weitere Center in elf Ländern eröffnen, darunter Kamerun, Jordanien und Marokko.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des develoPPP.de-Programms geförderte Projekt läuft bis Ende 2022. Es wird von der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung, die unter der Marke Invest for Jobs auftritt, unterstützt und basiert auf einer Kooperation mit dem französischen Telekommunikationsunternehmen Orange Middle East & Africa und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Ziel ist, mindestens 20.000 junge Menschen praxisnah und kostenlos im Bereich digitale Kompetenzen weiterzubilden, um sie fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Mindestens 8.000 von ihnen sollen direkt in Jobs oder bezahlte Praktika vermittelt werden. Dafür gibt es in jedem Digitalzentrum verschiedene Fördermöglichkeiten: Programmierschulen, eine Fertigungswerkstatt mit programmierbaren Maschinen zur Prototypen-Entwicklung und ein Startup-Förderprogramm.

„Learning by doing“: 90 Prozent praktische Ausbildung

In der Programmierschule in Tunesien wird bereits seit 2010 gelehrt, im Senegal seit Ende 2019. In beiden Ländern wurden 2020 in der Programmierschule bislang mehr als 481 und in der Fertigungswerkstatt rund 450 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwölf Projekten weitergebildet. Etwa 182 davon konnten in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Eine davon ist Alioune Thiaw. Die zertifizierte Datenentwicklerin der zweiten Abschlussklasse ist derzeit bei Orange als Sales Administratorin tätig. „Die Ausbildung im Orange Digital Center unterscheidet sich stark von anderen Bildungsformen in Senegal. Es basiert auf einem „Learning by doing“-Ansatz. Durch die Einbindung in Projekte ist die Ausbildung zu 90 Prozent praktisch“, erläutert Thiaw die Vorzüge des Lehrprogramms.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie wird weiterhin unterrichtet. Einige der Kurse werden nun online über die Lernplattform atingi angeboten. In Tunesien gab es 2020 beispielsweise Trainings in Programmiersprachen wie Python, Künstliche Intelligenz und Web-Design.


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